Schiwettkampf auf der Veitsch
oder:
Der Herbinator mit neuen Skischuhen
Für einen echten Sportler ist es eine Grundvoraussetzung, daß das Material allein
über Sieg und Niederlage entscheidet. Ganz richtig gelesen: Nicht das eigene Unvermögen,
oder die selbst gewählte Vorbereitung, sondern nur die neuersten Sportartikel sind Garant
für ein gutes Abschneiden. Ein klarer Beweis für diese These war der Skiwettkampf des
ÖTB-Wien auf der Veitscher Brunnalm.
Durch schlechte Organisation (nein nicht ich, sondern das schlechte Post und
Telephonnetz tragen die Schuld) und aufgrund der plötzlichen Erkrankung unseres Obmannes
war ich der einzige Meidlinger Teilnehmer bei diesem sehr gut besuchten Wettkampf. So
schloß ich mich dem Turnverein Sechshaus an, der mit sieben Skifahrern stark vertreten
war.
Zum Glück hatten die Sechshauser am Tag davor die Kowarik´sche Rostbeule (VW-Bus) mit
Skischuhen und Stöcken vollgerammelt, die von der Schule Henriettenplatz weggeworfen
wurden, um sie der Caritas zuzuführen. Aus diesem Fundus habe ich mir meine ideale
Rennkombination zusammengestellt und so meine gänzlich abgängige Skiausrüstung
kompensiert. (Ich suche übrigens ein Paar rote Atomic 195...)

Gut gewachselt war ich dann auf der Piste so unglaublich schnell, daß mir im unteren
Drittel ganz schön die Spucke weggeblieben ist, und ich gemerkt habe, wie anstrengend
Skifahren sein kann. Schmerzlich war es für unseren Nachbarverein, daß das
tapfere
Meidlingerlein sieben Sechshauser auf einen Streich links liegen ließ und einen guten
achten Platz herausfuhr. Bitter ist da auch, daß dies nur durch Sechshauser Ausrüstung
möglich geworden ist. Wie gesagt: Auf die Ausrüstung kommt es an. Der ausgesprochene
Racheschwur für das Basketballturnier hat sich darauf hin leider bewahrheitet.
(Herbert) |