|
|
Schimeisterschaft 24. - 25. Februar 2001
oder:
Auf der Suche nach Schnee und Meidlingern
Wie jedes Jahr, so war auch heuer für die Organisatoren der
Schimeisterschaften das Schneeproblem die größte Herausforderung dieses
Wettkampfs. Denn bis kurz davor war es noch nicht klar, ob wir heuer
überhaupt Schnee, in von Wien aus erreichbarer Weite, finden würden. Doch
nach langem Umorganisieren hat es Tbr. Vidowitsch dann doch geschafft. So
wurde das Zielgebiet Veitsch/Brunnalm zugunsten des schneereicheren
Lahnsattels und Josefsbergs gewechselt. Diese späte Änderung wurde einigen
von uns, die schon fast beim Aufbruch zur Veitsch waren, fast zum
Verhängnis. Kleine Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb des Vereines
waren der Grund. Dennoch ist es schlußendlich allen - zwar nicht allen
rechtzeitig, wie ich später berichten werde - gelungen das Ziel zu finden.
Als einziger Langläufer unseres Vereines bin ich schon am Samstag bei
den Langlaufmeisterschaften am Fuße des schönen Göllers auf dem
Lahnsattel ins Rennen gegangen. Die 10km Strecke war für mich eine schöne
Herausforderung. Da ich mich nur selten auf die Langlaufschi schwinge, war
es auch interessant zu sehen, wie professionell hier einige ÖTBler
unterwegs sind und sich bestens auf diesen Wettkampf vorbereitet hatten.
Wunderwachse und extra aerodynamische Beinkleider kamen zum Vorschein.
Schnell schwanden meine Hoffnungen auf Gold. Das Wetter war uns gut gesinnt.
Bei traumhaften Loipen- und Wetterverhältnissen sind wir im Abstand von 30
Sekunden an den Start gegangen. Mit langen Aufstiegen und viel zu kurzen
entspannenden Abfahrten auf einer schnellen Loipe sind die Kilometer doch
relativ schnell bewältigt. Der Unterschied zwischen einem Schuppenschi und
einem glatten bzw. gut gewachsten Schi wurde mir bald vor Augen geführt.
Die Meter, die ich bei den Abfahrten verloren hatte, mußte ich mir bei
jedem Anstieg wieder ehrlich zurückerobern. Dennoch war es mir gelungen den
3. Platz in der Allgemeinen Klasse zu erringen, und ich konnte mich daher
schon auf den nächsten Tag und die lebendige Chance auf eine gute
Kombinationsplazierung freuen. Ein lustiger Abend im Kreise der ÖTB
Langläufer belohnte uns für die gehabte Müh.
Der nächste Tag begann so schön wie der letzte geendet hatte. Die Sonne
lachte schon frühmorgens ins Fenster und so viel es uns leicht, wieder in
die Schibekleidung zu schlüpfen, um diesmal bei den
Schialpinmeisterschaften das Beste zu geben.
Karin war schon eingetroffen und bereit, die Meidlinger beim
Riesentorlauf anzufeuern. Doch es kam alles anders. Der Lauf war schön
gesteckt und flüssig zu fahren, wie man mir sagte. Ausprobieren konnte ich
es leider durch einen Ausfall mit einem kleinen Kind am Lift nicht. Aber ich
war nicht der einzige Unglückliche. Auch Herbert und Ilse hatten Pech. Sie
sind, durch eine Autopanne und andere Mißgeschicke verhindert, zu spät zum
Rennen gekommen. So blieb uns allen nichts anderes übrig, als uns an der
Sonne und dem gemütlichen Schifahren auf der Piste zu erfreuen.
So hoffe ich, daß wir im nächsten Jahr mehr Glück haben, und mit
einer größeren Gruppe, am Besten in der Kombination, an den Start gehen
zu können. Denn die Kombination ist die Königsdisziplin der
Wintersportwettkämpfe im ÖTB Wien.
(Rolf Dieter)
|